Eine Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen (Bursitis olecrani) entsteht durch Überlastung, Druck oder Infektionen und kann starke Beschwerden verursachen. Typische Symptome sind eine Schwellung an der Ellenbogenspitze, Schmerzen, Rötung und eine eingeschränkte Beweglichkeit. Häufig tritt die Entzündung durch dauerhaftes Aufstützen auf harten Oberflächen (Studentenellenbogen) oder durch übermäßige Belastung im Sport oder Beruf auf. In einigen Fällen sind auch Infektionen mit Bakterien oder Verletzungen die Ursache. Die Behandlung richtet sich nach der Schwere der Entzündung: In den meisten Fällen helfen Schonung, Kühlung und entzündungshemmende Medikamente, während in schwereren Fällen eine Punktion oder Operation notwendig sein kann. Eine frühzeitige Behandlung ist entscheidend, um Komplikationen zu vermeiden. Wenn die Schwellung stark ausgeprägt ist, sich der Ellenbogen heiß anfühlt oder die Schmerzen anhalten, sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Eine Schleimbeutelentzündung (Bursitis) ist eine schmerzhafte Entzündung eines Schleimbeutels – einer mit Flüssigkeit gefüllten Struktur, die als Polster zwischen Knochen, Muskeln und Haut dient. Der Schleimbeutel am Ellenbogen, medizinisch als Bursa olecrani bezeichnet, liegt an der Ellenbogenspitze und schützt das Gelenk vor Druck und Reibung.
Besonders häufig betroffen ist die Ellenbogenspitze, da dieser Bereich regelmäßig Druck ausgesetzt ist – etwa durch häufiges Aufstützen oder mechanische Reibung. Im Laufe der Zeit kann dies zu einer Reizung und vermehrten Flüssigkeitsbildung im Schleimbeutel führen, was sich in einer sichtbaren Schwellung äußert.
Man unterscheidet grundsätzlich zwei Formen:
In den meisten Fällen heilt eine aseptische Schleimbeutelentzündung mit Schonung und geeigneter Therapie folgenlos ab. Bleibt sie unbehandelt oder liegt eine Infektion vor, kann sich die Entzündung verschlimmern und eine ärztliche Behandlung notwendig machen.
UrsachenEine Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden. Häufig entsteht sie durch mechanische Reizung, aber auch Verletzungen oder Infektionen können eine Rolle spielen.
Der Ellenbogen ist besonders anfällig für eine chronische Schleimbeutelentzündung, wenn er über längere Zeit einem erhöhten Druck oder wiederholten Belastungen ausgesetzt ist. Dies kann durch folgende Faktoren begünstigt werden:
Ein Schlag auf die Ellenbogenspitze oder eine Sturzverletzung kann eine Entzündungsreaktion im Schleimbeutel auslösen. Dadurch schwillt er an und es kommt zu einer vermehrten Flüssigkeitsbildung.
Wenn Bakterien über kleine Hautverletzungen in den Schleimbeutel eindringen, kann eine bakterielle Infektion entstehen. Typische Erreger sind Staphylokokken, die zu einer eitrigen Entzündung führen können. Eine solche Infektion äußert sich oft durch starke Rötung, Überwärmung und Fieber und erfordert eine ärztliche Behandlung.
Eine genaue Abklärung der Ursache ist wichtig, um eine gezielte Behandlung einzuleiten und erneute Entzündungen zu vermeiden.
Die Symptome einer Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen entwickeln sich oft schleichend, können aber auch plötzlich auftreten – besonders nach einer Verletzung oder Infektion. Typische Anzeichen sind eine sichtbare Schwellung an der Ellenbogenspitze, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.
Ein charakteristisches Merkmal ist, dass die Schwellung oft weich und verschieblich ist, weil sich Flüssigkeit im Schleimbeutel sammelt. Bei chronischen Entzündungen kann das Gewebe jedoch verhärten, was zu anhaltenden Beschwerden führt.
Wenn die Schmerzen zunehmen, sich die Rötung verstärkt oder Fieber auftritt, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden. Besonders bei einer bakteriellen Infektion kann eine rasche Behandlung mit Antibiotika notwendig sein.
Die Diagnose einer Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen basiert auf einer gründlichen Untersuchung durch einen Arzt. In den meisten Fällen reicht eine klinische Untersuchung, doch bei unklaren Beschwerden oder Verdacht auf eine bakterielle Infektion können weitere Tests notwendig sein.
Der Arzt wird zunächst nach Symptomen, Vorerkrankungen und möglichen Auslösern fragen. Wichtige Hinweise sind:
Bei der Untersuchung achtet der Arzt auf die Schwellung, Rötung, Überwärmung und Druckempfindlichkeit des Ellenbogens.
Falls die Ursache der Beschwerden nicht eindeutig ist oder eine andere Erkrankung ausgeschlossen werden muss, können bildgebende Verfahren eingesetzt werden:
Wenn der Verdacht auf eine bakterielle Infektion (septische Bursitis) besteht, kann der Arzt eine Punktion durchführen. Dabei wird Flüssigkeit aus dem Schleimbeutel entnommen und auf Bakterien und Entzündungswerte untersucht. Dies ist wichtig, um eine gezielte Antibiotikatherapie einzuleiten.
➡ Wichtig: Eine frühzeitige Diagnose hilft, unnötige Komplikationen zu vermeiden. Besonders bei anhaltender Schwellung, starken Schmerzen oder Fieber sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Die Behandlung einer der Entzündung beginnt in den meisten Fällen mit konservativen Maßnahmen. Ziel ist es, die Entzündung zu lindern, Schmerzen zu reduzieren und den Heilungsprozess zu unterstützen, ohne dass ein operativer Eingriff notwendig wird. Erst wenn diese Therapie nicht ausreicht oder Komplikationen auftreten, kann eine Operation in Erwägung gezogen werden.
Im Vordergrund steht die Entlastung des Ellenbogens. Durch Schonung und die Vermeidung von Druck auf die Ellenbogenspitze kann die Reizung des Schleimbeutels reduziert werden. Kühlung mit Eispackungen hilft, die Schwellung zu mindern und akute Schmerzen zu lindern. Ergänzend dazu werden häufig entzündungshemmende Medikamente wie Ibuprofen oder Diclofenac eingesetzt. Diese reduzieren nicht nur den Schmerz, sondern hemmen auch die Entzündungsreaktion im Gewebe.
Zur zusätzlichen Stabilisierung kann eine Polsterung oder eine spezielle Ellenbogenbandage sinnvoll sein. In ausgeprägten Fällen wird der Arm vorübergehend mit einer Schiene ruhiggestellt, um die Belastung weiter zu minimieren. Bewegungseinschränkungen sind allerdings nicht langfristig empfehlenswert, da eine dauerhafte Ruhigstellung die Gelenkfunktion beeinträchtigen kann. Sollte trotz dieser Maßnahmen keine Besserung eintreten, kann eine Punktion in Betracht gezogen werden. Dabei wird mit einer feinen Nadel die überschüssige Flüssigkeit aus dem Schleimbeutel entfernt, wodurch der Druck auf das Gewebe abnimmt.
Eine Operation wird nur durchgeführt, wenn eine konservative Therapie nicht den gewünschten Erfolg bringt oder eine bakterielle Infektion den Schleimbeutel stark geschädigt hat. In solchen Fällen kann eine Bursektomie notwendig sein, bei der der entzündete Schleimbeutel vollständig entfernt wird. Dieser Eingriff erfolgt in der Regel minimalinvasiv, sodass umliegende Strukturen geschont werden.
Nach der Operation bildet sich im Laufe der Zeit ein neuer, gesunder Schleimbeutel, der seine ursprüngliche Schutzfunktion übernimmt. Während der Heilungsphase ist es wichtig, den Ellenbogen zu schonen, um eine erneute Reizung des Gewebes zu vermeiden. In einigen Fällen wird eine physiotherapeutische Nachbehandlung empfohlen, um die Beweglichkeit zu erhalten und eine übermäßige Narbenbildung zu verhindern.
Ein chirurgischer Eingriff wird vor allem dann notwendig, wenn es sich um eine chronische Schleimbeutelentzündung handelt, die wiederholt auftritt und die Lebensqualität des Patienten stark beeinträchtigt. Auch bei septischen Bursitiden, die nicht auf eine antibiotische Therapie ansprechen, bleibt die Operation oft der einzige Weg, um eine weitere Ausbreitung der Infektion zu verhindern.
Um einer Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen vorzubeugen, sollten belastende Bewegungen und wiederholter Druck auf die Ellenbogenspitze vermieden werden. Besonders Menschen, die beruflich oder sportlich häufig den Ellenbogen belasten, können durch gezielte Maßnahmen das Risiko einer Entzündung reduzieren.
Personen mit chronischen Gelenkerkrankungen wie Rheuma oder Gicht sollten besonders achtsam sein, da sie ein erhöhtes Risiko für wiederkehrende Entzündungen haben. Eine regelmäßige ärztliche Kontrolle kann helfen, langfristige Schäden zu vermeiden.
Sie leiden unter Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen im Ellenbogen? Die Spezialisten der Privatpraxis Dabbagh unterstützen Sie mit moderner Diagnostik und individuell angepasster Physiotherapie. Gemeinsam entwickeln wir ein Behandlungskonzept, das Ihre Beschwerden lindert und die Beweglichkeit langfristig verbessert.
Jetzt Termin vereinbaren und Schmerzen lindern – Ihre Gesundheit steht bei uns an erster Stelle.
Die Behandlung hängt von der Ursache und dem Verlauf der Entzündung ab. In den meisten Fällen helfen Schonung, Kühlung und entzündungshemmende Medikamente dabei, die Beschwerden zu lindern. Bei hartnäckigen Schleimbeutelentzündungen kann eine physiotherapeutische Behandlung sinnvoll sein, um die Beweglichkeit zu erhalten und erneuten Entzündungen vorzubeugen. In seltenen Fällen kann eine Punktion oder operative Entfernung des Schleimbeutels erforderlich sein.
Ja, in vielen Fällen heilt eine Schleimbeutelentzündung spontan aus, wenn der betroffene Bereich entlastet wird. Das bedeutet, dass sich die Entzündung durch Schonung, Vermeidung von Druck und Belastung sowie Kühlung von selbst zurückbilden kann. Falls die Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben oder sich verschlimmern, ist eine medizinische Abklärung ratsam.
Die Dauer der Heilung variiert je nach Schweregrad. Eine leichte Schleimbeutelentzündung klingt meist innerhalb von ein bis zwei Wochen ab, wenn der Ellenbogen ausreichend geschont wird. Bei chronischen oder infizierten Schleimbeutelentzündungen kann der Heilungsprozess mehrere Wochen dauern, insbesondere wenn eine physiotherapeutische Nachbehandlung erforderlich ist.
Der Arzt untersucht zunächst den Ellenbogen und stellt eine Diagnose anhand von Anamnese und körperlicher Untersuchung. Falls nötig, können Ultraschall oder Röntgenaufnahmen durchgeführt werden, um andere Ursachen auszuschließen. Die Therapie umfasst in den meisten Fällen konservative Maßnahmen wie entzündungshemmende Medikamente, physiotherapeutische Übungen und bei Bedarf eine Punktion zur Flüssigkeitsentnahme. Sollte die Schleimbeutelentzündung immer wieder auftreten, kann eine gezielte Anpassung der Belastung oder eine langfristige Therapie notwendig sein.
Ja, Schleimbeutelentzündungen können nicht nur den Ellenbogen, sondern auch das Knie betreffen. Besonders Menschen, die oft kniende Tätigkeiten ausführen, wie Handwerker oder Sportler, sind gefährdet. Die Symptome ähneln denen am Ellenbogen: Schwellung, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Auch hier helfen Schonung, Kühlung, Physiotherapie und gegebenenfalls eine Punktion, um die Beschwerden zu lindern. Wer regelmäßig kniende Arbeiten ausführt, kann durch Polsterung und gezielte Entlastung das Risiko einer Schleimbeutelentzündung im Knie verringern.