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Gesundheit

Sehnenentzündung Ellenbogen: Alles über Ursachen, Therapie und Präventionen

Gabriel Dabbagh Physiotherapeut
Gabriel Dabbagh
21.03.2025
13 Min Lesezeit
Eine Person hält ihren schmerzenden Ellbogen, der rot hervorgehoben ist, als Zeichen von Entzündung oder Verletzung.

Das Wichtigste in Kürze

Eine Sehnenentzündung im Ellenbogen (Tendinitis oder Epicondylitis) ist eine häufige Überlastungsreaktion, die durch wiederholte Bewegungen oder Fehlbelastungen entsteht. Besonders betroffen sind Sportler, Handwerker oder Personen mit einseitigen Belastungen im Alltag oder Beruf. Die typischen Beschwerden äußern sich in Schmerzen an der Innen- oder Außenseite des Ellenbogens, die sich bei Bewegung oder Druck verstärken können.

Am häufigsten tritt die Erkrankung in Form eines Tennisellenbogens (Epicondylitis humeri radialis) oder eines Golferellenbogens (Epicondylitis humeri ulnaris) auf. In den meisten Fällen lässt sich eine Sehnenentzündung konservativ behandeln – durch Schonung, physiotherapeutische Übungen, entzündungshemmende Maßnahmen und gezieltes Muskeltraining. In schweren oder chronischen Fällen können fortgeschrittene Therapien wie Stoßwellentherapie, Injektionen oder minimal-invasive Verfahren erforderlich sein. Um eine erneute Sehnenreizung zu vermeiden, sind Präventionsmaßnahmen wie ergonomische Anpassungen, Krafttraining und Belastungssteuerung essenziell.

Was ist eine Sehnenentzündung im Ellenbogen?

Eine Sehnenentzündung im Ellenbogen, auch als Tendinitis oder Epicondylitis bezeichnet, ist eine schmerzhafte Reizung oder Entzündung der Sehnen, die den Unterarm mit dem Ellenbogen verbinden. Besonders betroffen sind die Sehnenansätze an den knöchernen Vorsprüngen des Oberarmknochens (Epicondylus medialis und Epicondylus lateralis). Diese Sehnen spielen eine zentrale Rolle bei Bewegungen des Unterarms und der Hand, sodass jede Belastung des Arms den Heilungsprozess beeinflussen kann.

Unterschied zwischen Sehnenentzündung und Sehnenscheidenentzündung

Während eine Sehnenentzündung (Tendinitis) die Sehnen selbst betrifft, handelt es sich bei einer Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis) um eine Entzündung der schützenden Hülle, die die Sehnen umgibt. Beide Erkrankungen können ähnliche Beschwerden verursachen, doch eine Sehnenscheidenentzündung tritt eher im Handgelenk auf, während eine klassische Sehnenentzündung sich auf den Ellenbogen konzentriert.

Tennisellenbogen vs. Golferellenbogen

Die beiden häufigsten Formen der Sehnenentzündung im Ellenbogen sind:

  • Tennisellenbogen (Epicondylitis humeri radialis): Betrifft die Außenseite des Ellenbogens und entsteht durch eine Überlastung der Streckmuskulatur des Unterarms.
  • Golferellenbogen (Epicondylitis humeri ulnaris): Tritt an der Innenseite des Ellenbogens auf und betrifft die Beugemuskulatur des Unterarms.

Beide Formen entstehen durch wiederholte Belastungen, die zu kleinen Mikroverletzungen im Sehnengewebe führen. Dies führt zu einer schmerzhaften Entzündungsreaktion, die die Beweglichkeit des Arms einschränken kann.

Medizinische Illustration eines Ellenbogengelenks mit markierter Schmerzstelle in Rot, die auf eine Entzündung oder Verletzung hinweist. Ein Pfeil deutet auf eine betroffene Region im Gelenkbereich.

Ursachen: Warum entzünden sich die Sehnen im Ellenbogen?

Eine Sehnenentzündung im Ellenbogen entsteht nicht zufällig – in den meisten Fällen liegt die Ursache in Überlastung, Fehlbelastung oder einer Kombination aus beidem. Die Sehnenansätze im Ellenbogen reagieren empfindlich auf wiederholte Bewegungen und ungewohnte Belastungen, wodurch es zu Mikrorissen, Entzündungsreaktionen und Schmerzen kommt. Bleibt die Belastung bestehen, kann sich der Zustand chronifizieren und langfristige Beschwerden verursachen.

Überbelastung und Fehlbelastung als Hauptursachen

Die häufigste Ursache für eine Sehnenentzündung im Ellenbogen ist eine zu hohe oder falsche Belastung der Sehnen. Typische Gründe sind:

  • Monotone Bewegungen: Wiederholte Belastungen ohne ausreichende Pausen, z. B. bei handwerklicher Arbeit oder an der Tastatur.
  • Sportliche Überbeanspruchung: Besonders Tennis, Golf, Kraftsport und Wurfsportarten setzen die Sehnen unter hohen Stress.
  • Falsche Technik: Eine schlechte Schlag- oder Wurftechnik kann zu übermäßiger Zugbelastung auf die Sehnen führen.
  • Plötzliche Belastungssteigerung: Wer ohne vorherige Anpassung intensiver trainiert oder schwer hebt, riskiert Sehnenverletzungen.

Berufliche und alltägliche Risikofaktoren

Nicht nur Sportler sind betroffen – auch bestimmte Berufsgruppen haben ein erhöhtes Risiko für eine Sehnenentzündung im Ellenbogen. Die folgende Tabelle zeigt, welche Tätigkeiten besonders belastend für den Sehnenansatz sind:

RisikogruppeBelastung
Handwerker (Maler, Schreiner)Ständiges Arbeiten mit Werkzeug, Überkopfbewegung
BüroangestellteDauerhafte Belastung durch Maus & Tastatur
Musiker (Geiger, Pianisten)Feine, wiederholte Bewegungen
Sportler (Tennis, Golf, Wurfsport)Hohe Belastung durch Schlag- und Wurfbewegungen

Individuelle Risikofaktoren

Nicht jeder Mensch ist gleichermaßen anfällig für eine Sehnenentzündung. Neben äußeren Belastungen spielen auch körperliche Faktoren eine entscheidende Rolle. Mit zunehmendem Alter verliert das Sehnengewebe an Elastizität, wodurch es anfälliger für Mikrorisse wird. Gleichzeitig kann eine muskuläre Dysbalance zwischen Beuge- und Streckmuskulatur des Unterarms die Sehnen ungleichmäßig belasten, was das Risiko einer Entzündung erhöht. Auch eine schlechte Regeneration ist ein entscheidender Faktor: Wer keine ausreichenden Pausen einlegt oder trotz Schmerzen weiter belastet, begünstigt eine chronische Sehnenreizung, die sich über Monate oder Jahre ziehen kann.

Symptome: So erkennen Sie eine Sehnenentzündung im Ellenbogen

Eine Sehnenentzündung im Ellenbogen beginnt oft mit leichten Schmerzen, die sich bei bestimmten Bewegungen verstärken. Viele Betroffene bemerken die ersten Beschwerden nach einer ungewohnten Belastung – sei es durch Sport, handwerkliche Tätigkeiten oder langes Arbeiten am Computer. Bleibt die Entzündung unbehandelt, können die Schmerzen chronisch werden und sogar in Ruhephasen auftreten.

Wie fühlen sich die Schmerzen an?

Die Beschwerden treten typischerweise als dumpfer, ziehender oder stechender Schmerz im Bereich des Ellenbogens auf. Besonders häufig betroffen sind Menschen mit einem Tennisarm (Epicondylitis humeri radialis) oder einem Golferarm (Epicondylitis humeri ulnaris).

  • Beim Tennisarm entstehen die Schmerzen durch eine Überlastung der Streckmuskulatur des Unterarms. Dadurch fällt es Betroffenen schwer, die Hand zu heben oder Gegenstände festzuhalten.
  • Beim Golferarm ist die Beugemuskulatur betroffen. Typisch sind Schmerzen beim Greifen, Halten oder Beugen des Handgelenks.

Viele Patienten berichten zudem von einer zunehmenden Schwäche im Unterarm, wodurch alltägliche Tätigkeiten wie das Öffnen einer Flasche oder das Tragen einer Einkaufstasche erschwert werden.

Typische Begleitsymptome einer Sehnenentzündung

Neben Schmerzen gibt es weitere Beschwerden, die auf eine Sehnenentzündung im Ellenbogen hindeuten:

SymptomBeschreibung
DruckempfindlichkeitBereits leichter Druck auf den Sehnenansatz kann schmerzhaft sein.
Schmerzen bei BewegungDrehbewegungen, das Heben schwerer Gegenstände oder das Greifen sind unangenehm.
MorgensteifigkeitNach längeren Ruhephasen fühlt sich der Ellenbogen steif an.
KraftverlustDie Griffkraft nimmt ab, das Halten von Gegenständen wird schwieriger.
Schmerzen in RuhephasenIn fortgeschrittenen Fällen bestehen die Beschwerden auch ohne Belastung.

Akute vs. chronische Sehnenentzündung – Wie unterscheiden sie sich?

Ein Tennisarm oder Golferarm kann entweder akut oder chronisch verlaufen:

  • Akute Sehnenentzündung: Die Beschwerden setzen plötzlich nach einer starken Belastung ein, beispielsweise nach einem intensiven Tennismatch oder einem Tag mit ungewohnter körperlicher Arbeit. Mit Ruhe und gezielter Behandlung verschwinden die Schmerzen oft innerhalb weniger Wochen.
  • Chronische Sehnenentzündung: Die Schmerzen halten über Monate an oder kehren immer wieder. In diesen Fällen haben sich die Sehnen bereits strukturell verändert, was den Heilungsprozess verlängert und die Beweglichkeit des Ellenbogens einschränkt.

Eine frühzeitige Behandlung ist entscheidend, um zu verhindern, dass aus einer akuten Entzündung ein chronischer Tennisarm oder Golferarm wird.

Infografik zur Unterscheidung zwischen akuter und chronischer Sehnenentzündung mit einer Illustration des Ellenbogengelenks und markierter Schmerzstelle.

Diagnose: So stellen Ärzte eine Sehnenentzündung fest

Die Diagnose einer Sehnenentzündung im Ellenbogen erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst stellt der Arzt gezielte Fragen, um die Beschwerden einzugrenzen. Besonders wichtig ist dabei, seit wann die Schmerzen bestehen, ob sie durch bestimmte Bewegungen ausgelöst werden und ob es vor der ersten Schmerzepisode eine ungewohnte Belastung gab.

Nach der Anamnese folgt die körperliche Untersuchung. Der Arzt prüft, ob bestimmte Bewegungen oder Druck auf den Sehnenansatz Schmerzen verursachen. Dabei werden typische Tests eingesetzt:

  • Thomsen-Test: Der Patient streckt das Handgelenk gegen Widerstand. Treten dabei Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens auf, spricht das für einen Tennisarm.
  • Maudsley-Test: Hier wird gezielt der Mittelfinger gegen Widerstand gestreckt. Schmerzen weisen auf eine Reizung der Strecksehnen hin.
  • Golferellenbogen-Test: Beim Beugen des Handgelenks gegen Widerstand können Schmerzen an der Innenseite des Ellenbogens auftreten – ein Hinweis auf einen Golferarm.

Zusätzlich tastet der Arzt die betroffene Region ab. Charakteristisch für eine Sehnenentzündung ist eine deutliche Druckempfindlichkeit am Sehnenansatz.

Wann sind bildgebende Verfahren nötig?

In vielen Fällen reicht eine klinische Untersuchung aus. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall, MRT oder Röntgen werden vor allem dann eingesetzt, wenn die Schmerzen schon über einen längeren Zeitraum bestehen oder sich trotz Behandlung nicht bessern.

  • Ultraschall zeigt Veränderungen an der Sehne, etwa Verdickungen oder Flüssigkeitsansammlungen.
  • MRT kann bei chronischen Beschwerden helfen, strukturelle Schäden oder degenerative Veränderungen zu erkennen.
  • Röntgen ist vor allem sinnvoll, wenn der Verdacht auf Verkalkungen oder knöcherne Veränderungen besteht.

Differenzialdiagnosen: Welche Erkrankungen können ähnliche Beschwerden verursachen?

Nicht jeder Ellenbogenschmerz wird durch eine Sehnenentzündung verursacht. Ähnliche Symptome können auch durch eine Schleimbeutelentzündung (Bursitis), eine Nervenreizung (z. B. Ulnaris-Syndrom) oder eine Arthrose im Ellenbogengelenk entstehen. Deshalb ist es wichtig, die genaue Ursache der Beschwerden abzuklären, um eine gezielte Behandlung einzuleiten.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Wer nur gelegentlich leichte Beschwerden hat, kann zunächst auf Schonung und sanfte Dehnübungen setzen. Treten die Schmerzen jedoch über mehrere Wochen hinweg auf, verstärken sie sich oder schränken alltägliche Bewegungen ein, sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen. Auch bei nächtlichen Schmerzen oder spürbarem Kraftverlust im Unterarm ist ein Arztbesuch ratsam.

Behandlung: Was hilft bei einer Sehnenentzündung im Ellenbogen?

Die Behandlung einer Sehnenentzündung im Ellenbogen richtet sich nach der Schwere der Beschwerden. In den meisten Fällen genügt eine konservative Therapie, um die Entzündung zu lindern und die Heilung zu fördern. Falls die Beschwerden jedoch über Monate bestehen bleiben oder immer wieder auftreten, können moderne Behandlungsmöglichkeiten erforderlich sein.

Konservative Therapie: Schmerzen lindern und Heilung fördern

In den meisten Fällen reichen Schonung, gezielte Übungen und entzündungshemmende Maßnahmen aus, um die Beschwerden in den Griff zu bekommen.

  • Physiotherapie & Bewegung – Spezielle Übungen stärken die Muskulatur und verbessern die Sehnenbelastung.
  • Kühlung oder Wärme – In der akuten Phase kann Kälte helfen, während bei chronischen Beschwerden Wärme die Durchblutung fördert.
  • Medikamente – Entzündungshemmer wie Ibuprofen können Schmerzen und Schwellungen reduzieren.
  • Bandagen & Orthesen – Unterstützen die Sehnenheilung, indem sie den Ellenbogen entlasten.
  • Schonung statt Ruhigstellung – Übermäßige Belastung vermeiden, aber nicht in vollständige Inaktivität verfallen.

Übungen zur Stärkung und Schmerzlinderung

Gezielte Dehn- und Kräftigungsübungen helfen, die Sehnen zu stabilisieren und Schmerzen langfristig zu reduzieren.

Effektive Übungen für den Ellenbogen

1️⃣Exzentrisches Training der Unterarmmuskulatur

  • Nehmen Sie eine leichte Hantel oder eine Wasserflasche.
  • Legen Sie den Unterarm auf eine Tischkante, sodass die Hand übersteht.
  • Lassen Sie das Gewicht langsam nach unten sinken, heben Sie es aber mit der anderen Hand wieder an.
  • 🔄 10–15 Wiederholungen, 2–3 Sätze täglich.

2️⃣Unterarmdehnung

  • Den betroffenen Arm nach vorne strecken, Handfläche nach unten.
  • Mit der anderen Hand die Finger sanft nach unten ziehen, bis eine Dehnung spürbar ist.
  • ⏳ 20–30 Sekunden halten, 3 Durchgänge.

3️⃣ Faszienmassage mit einem kleinen Ball

  • Einen Massageball oder eine Faszienrolle unter den Unterarm legen.
  • Langsam vor- und zurückrollen, um Verklebungen im Gewebe zu lösen.
  • 🕐 1–2 Minuten täglich anwenden.

Alternative und fortgeschrittene Behandlungen

Falls konservative Maßnahmen nicht ausreichen, gibt es weitere Therapieoptionen:

  • Stoßwellentherapie – Hochenergetische Schallwellen verbessern die Durchblutung der Sehne und beschleunigen die Heilung.
  • Injektionen (PRP, Kortison, Hyaluronsäure) – Eigenblut-Therapie (PRP) kann die Regeneration unterstützen, während Kortison nur kurzfristig eingesetzt wird.
  • Minimal-invasive Verfahren – In seltenen Fällen wird eine Sehnenlängsspaltung oder eine arthroskopische Behandlung erwogen.

Wie lange dauert die Heilung?

Die Dauer der Heilung hängt vom Stadium der Entzündung ab.

  • Akute Sehnenentzündung: Klingt oft innerhalb von 4–6 Wochen ab, wenn sie frühzeitig behandelt wird.
  • Chronische Sehnenentzündung: Kann mehrere Monate andauern und erfordert gezielte Therapieansätze.
Infografik zur konservativen Therapie von Sehnenentzündungen mit fünf Maßnahmen: Physiotherapie, Kühlung oder Wärme, Medikamente, Bandagen & Orthesen sowie Schonung statt Ruhigstellung.

Prävention: Wie lässt sich eine Sehnenentzündung vermeiden?

Eine Sehnenentzündung im Ellenbogen lässt sich durch präventive Maßnahmen oft verhindern. Entscheidend sind eine kontrollierte Belastung, gezieltes Training und eine saubere Technik – sowohl im Alltag als auch beim Sport.

Überlastung vermeiden

Ein häufiger Fehler ist eine plötzliche Steigerung der Belastung ohne ausreichende Vorbereitung. Wer nach einer längeren Pause direkt mit intensivem Training oder schwerer körperlicher Arbeit beginnt, riskiert eine Überlastung der Sehnen. Neue Belastungen sollten daher schrittweise gesteigert und mit stabilisierendem Krafttraining kombiniert werden.

Sportarten und Technik

Besonders in Sportarten wie Tennis, Golf oder Gewichtheben können falsche Bewegungsmuster zu einer Überlastung führen. Eine unsaubere Technik belastet die Sehnenansätze unnötig und kann Entzündungen fördern. Daher ist es wichtig, auf eine korrekte Bewegungsausführung zu achten und sich gegebenenfalls von einem Trainer beraten zu lassen.

Muskulatur stärken

Eine gut trainierte Unterarm- und Handmuskulatur entlastet die Sehnenansätze im Ellenbogen. Kräftigungsübungen für die Hand- und Unterarmmuskulatur helfen, die Belastung gleichmäßiger zu verteilen. Ergänzend sind Dehnübungen sinnvoll, um übermäßige Spannung in den Sehnen zu reduzieren und die Flexibilität zu erhalten.

Schutzmaßnahmen für den Ellenbogen

Bei hoher Beanspruchung können Bandagen oder spezielle Orthesen den Ellenbogen stabilisieren und unterstützen. Dies ist besonders für Sportler oder Personen mit beruflicher Dauerbelastung sinnvoll. Wer frühzeitig auf Warnsignale wie erste Schmerzen oder Verspannungen reagiert, kann eine langwierige Sehnenentzündung oft verhindern.

Wie lange dauert die Heilung einer Sehnenentzündung im Ellenbogen?

Die Heilungsdauer einer Sehnenentzündung im Ellenbogen hängt von mehreren Faktoren ab: Wie stark ist die Entzündung? Wie konsequent wird die Behandlung durchgeführt? Gibt es bereits chronische Schäden an der Sehne? Während akute Beschwerden oft innerhalb weniger Wochen abklingen, kann eine chronische Sehnenreizung mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Akute vs. chronische Sehnenentzündung: Der Heilungsverlauf

Eine akute Sehnenentzündung entsteht meist durch eine einmalige Überlastung oder ein ungewohntes Training. In diesen Fällen kann sich das Gewebe relativ schnell regenerieren, wenn die Belastung reduziert und die richtige Therapie eingeleitet wird. In der Regel dauert die Heilung vier bis sechs Wochen.

Anders sieht es bei einer chronischen Sehnenentzündung aus. Hier ist das Sehnengewebe bereits strukturell verändert, und der Heilungsprozess verläuft langsamer. Betroffene haben oft über Monate hinweg Beschwerden, die sich nur mit gezielter Therapie bessern. In schweren Fällen kann die Regeneration bis zu sechs Monate oder länger dauern.

Faktoren, die die Heilung beeinflussen

Die Dauer der Heilung kann individuell stark variieren. Folgende Faktoren spielen eine entscheidende Rolle:

  • Ausmaß der Entzündung – Je stärker das Gewebe geschädigt ist, desto länger dauert die Regeneration.
  • Konsequenz der Behandlung – Wer regelmäßig Übungen macht und Schonung mit gezieltem Training kombiniert, fördert die Heilung.
  • Berufliche oder sportliche Belastung – Wer seinen Ellenbogen weiterhin stark beansprucht, riskiert eine Verzögerung der Heilung.
  • Individuelle Regenerationsfähigkeit – Alter, Durchblutung und allgemeine Gesundheit beeinflussen die Heilungsgeschwindigkeit.

Wie erkenne ich, ob die Sehne heilt?

Viele Patienten fragen sich, ob sie wieder mit Sport oder Belastungen beginnen können. Ein gutes Zeichen für die Heilung ist eine spürbare Schmerzreduktion im Alltag. Wer wieder greifen, drehen oder drücken kann, ohne dass der Ellenbogen schmerzt, befindet sich auf einem guten Weg. Wichtig ist jedoch, die Belastung nur schrittweise zu steigern, um Rückfälle zu vermeiden.

Infografik zu Faktoren, die die Heilung beeinflussen, mit vier Punkten: Entzündungsausmaß, Behandlungsdisziplin, Belastung und Regenerationsfähigkeit. Rechts eine Illustration einer Person, die sich den schmerzenden Ellenbogen hält.

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Eine Sehnenentzündung im Ellenbogen kann unangenehm und langwierig sein – doch mit der richtigen Behandlung lässt sich der Heilungsprozess gezielt steuern. Wer frühzeitig auf erste Beschwerden reagiert, kann eine chronische Sehnenreizung vermeiden und schneller wieder schmerzfrei den Alltag bewältigen.

Wenn die Schmerzen im Ellenbogen bereits länger bestehen oder konservative Maßnahmen keine ausreichende Besserung bringen, ist es sinnvoll, sich von einem Spezialisten für Ellenbogenerkrankungen beraten zu lassen. In der Privatpraxis Dabbagh bieten wir individuell abgestimmte Therapieansätze.

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Physiotherapeut Gabriel Dabbagh
Gabriel Dabbagh
Gabriel Dabbagh ist ein staatlich geprüfter Physiotherapeut mit einem nahezu unerschöpflichen Erfahrungsschatz.

Durch seine Tätigkeit bei den Fußballern des VfB Stuttgart und der Stuttgarter Kickers konnte er seine Fähigkeiten auf höchstem Niveau weiterentwickeln.

Seit September 2014 führt er seine eigene Privatpraxis und bietet für jedes körperliche Problem die passende und wohltuende Lösung an.

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