Eine Sehnenentzündung im Ellenbogen (Tendinitis oder Epicondylitis) ist eine häufige Überlastungsreaktion, die durch wiederholte Bewegungen oder Fehlbelastungen entsteht. Besonders betroffen sind Sportler, Handwerker oder Personen mit einseitigen Belastungen im Alltag oder Beruf. Die typischen Beschwerden äußern sich in Schmerzen an der Innen- oder Außenseite des Ellenbogens, die sich bei Bewegung oder Druck verstärken können.
Am häufigsten tritt die Erkrankung in Form eines Tennisellenbogens (Epicondylitis humeri radialis) oder eines Golferellenbogens (Epicondylitis humeri ulnaris) auf. In den meisten Fällen lässt sich eine Sehnenentzündung konservativ behandeln – durch Schonung, physiotherapeutische Übungen, entzündungshemmende Maßnahmen und gezieltes Muskeltraining. In schweren oder chronischen Fällen können fortgeschrittene Therapien wie Stoßwellentherapie, Injektionen oder minimal-invasive Verfahren erforderlich sein. Um eine erneute Sehnenreizung zu vermeiden, sind Präventionsmaßnahmen wie ergonomische Anpassungen, Krafttraining und Belastungssteuerung essenziell.
Eine Sehnenentzündung im Ellenbogen, auch als Tendinitis oder Epicondylitis bezeichnet, ist eine schmerzhafte Reizung oder Entzündung der Sehnen, die den Unterarm mit dem Ellenbogen verbinden. Besonders betroffen sind die Sehnenansätze an den knöchernen Vorsprüngen des Oberarmknochens (Epicondylus medialis und Epicondylus lateralis). Diese Sehnen spielen eine zentrale Rolle bei Bewegungen des Unterarms und der Hand, sodass jede Belastung des Arms den Heilungsprozess beeinflussen kann.
Während eine Sehnenentzündung (Tendinitis) die Sehnen selbst betrifft, handelt es sich bei einer Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis) um eine Entzündung der schützenden Hülle, die die Sehnen umgibt. Beide Erkrankungen können ähnliche Beschwerden verursachen, doch eine Sehnenscheidenentzündung tritt eher im Handgelenk auf, während eine klassische Sehnenentzündung sich auf den Ellenbogen konzentriert.
Die beiden häufigsten Formen der Sehnenentzündung im Ellenbogen sind:
Beide Formen entstehen durch wiederholte Belastungen, die zu kleinen Mikroverletzungen im Sehnengewebe führen. Dies führt zu einer schmerzhaften Entzündungsreaktion, die die Beweglichkeit des Arms einschränken kann.
Eine Sehnenentzündung im Ellenbogen entsteht nicht zufällig – in den meisten Fällen liegt die Ursache in Überlastung, Fehlbelastung oder einer Kombination aus beidem. Die Sehnenansätze im Ellenbogen reagieren empfindlich auf wiederholte Bewegungen und ungewohnte Belastungen, wodurch es zu Mikrorissen, Entzündungsreaktionen und Schmerzen kommt. Bleibt die Belastung bestehen, kann sich der Zustand chronifizieren und langfristige Beschwerden verursachen.
Die häufigste Ursache für eine Sehnenentzündung im Ellenbogen ist eine zu hohe oder falsche Belastung der Sehnen. Typische Gründe sind:
Nicht nur Sportler sind betroffen – auch bestimmte Berufsgruppen haben ein erhöhtes Risiko für eine Sehnenentzündung im Ellenbogen. Die folgende Tabelle zeigt, welche Tätigkeiten besonders belastend für den Sehnenansatz sind:
Risikogruppe | Belastung |
---|---|
Handwerker (Maler, Schreiner) | Ständiges Arbeiten mit Werkzeug, Überkopfbewegung |
Büroangestellte | Dauerhafte Belastung durch Maus & Tastatur |
Musiker (Geiger, Pianisten) | Feine, wiederholte Bewegungen |
Sportler (Tennis, Golf, Wurfsport) | Hohe Belastung durch Schlag- und Wurfbewegungen |
Nicht jeder Mensch ist gleichermaßen anfällig für eine Sehnenentzündung. Neben äußeren Belastungen spielen auch körperliche Faktoren eine entscheidende Rolle. Mit zunehmendem Alter verliert das Sehnengewebe an Elastizität, wodurch es anfälliger für Mikrorisse wird. Gleichzeitig kann eine muskuläre Dysbalance zwischen Beuge- und Streckmuskulatur des Unterarms die Sehnen ungleichmäßig belasten, was das Risiko einer Entzündung erhöht. Auch eine schlechte Regeneration ist ein entscheidender Faktor: Wer keine ausreichenden Pausen einlegt oder trotz Schmerzen weiter belastet, begünstigt eine chronische Sehnenreizung, die sich über Monate oder Jahre ziehen kann.
Eine Sehnenentzündung im Ellenbogen beginnt oft mit leichten Schmerzen, die sich bei bestimmten Bewegungen verstärken. Viele Betroffene bemerken die ersten Beschwerden nach einer ungewohnten Belastung – sei es durch Sport, handwerkliche Tätigkeiten oder langes Arbeiten am Computer. Bleibt die Entzündung unbehandelt, können die Schmerzen chronisch werden und sogar in Ruhephasen auftreten.
Die Beschwerden treten typischerweise als dumpfer, ziehender oder stechender Schmerz im Bereich des Ellenbogens auf. Besonders häufig betroffen sind Menschen mit einem Tennisarm (Epicondylitis humeri radialis) oder einem Golferarm (Epicondylitis humeri ulnaris).
Viele Patienten berichten zudem von einer zunehmenden Schwäche im Unterarm, wodurch alltägliche Tätigkeiten wie das Öffnen einer Flasche oder das Tragen einer Einkaufstasche erschwert werden.
Neben Schmerzen gibt es weitere Beschwerden, die auf eine Sehnenentzündung im Ellenbogen hindeuten:
Symptom | Beschreibung |
---|---|
Druckempfindlichkeit | Bereits leichter Druck auf den Sehnenansatz kann schmerzhaft sein. |
Schmerzen bei Bewegung | Drehbewegungen, das Heben schwerer Gegenstände oder das Greifen sind unangenehm. |
Morgensteifigkeit | Nach längeren Ruhephasen fühlt sich der Ellenbogen steif an. |
Kraftverlust | Die Griffkraft nimmt ab, das Halten von Gegenständen wird schwieriger. |
Schmerzen in Ruhephasen | In fortgeschrittenen Fällen bestehen die Beschwerden auch ohne Belastung. |
Ein Tennisarm oder Golferarm kann entweder akut oder chronisch verlaufen:
Eine frühzeitige Behandlung ist entscheidend, um zu verhindern, dass aus einer akuten Entzündung ein chronischer Tennisarm oder Golferarm wird.
Die Diagnose einer Sehnenentzündung im Ellenbogen erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst stellt der Arzt gezielte Fragen, um die Beschwerden einzugrenzen. Besonders wichtig ist dabei, seit wann die Schmerzen bestehen, ob sie durch bestimmte Bewegungen ausgelöst werden und ob es vor der ersten Schmerzepisode eine ungewohnte Belastung gab.
Nach der Anamnese folgt die körperliche Untersuchung. Der Arzt prüft, ob bestimmte Bewegungen oder Druck auf den Sehnenansatz Schmerzen verursachen. Dabei werden typische Tests eingesetzt:
Zusätzlich tastet der Arzt die betroffene Region ab. Charakteristisch für eine Sehnenentzündung ist eine deutliche Druckempfindlichkeit am Sehnenansatz.
In vielen Fällen reicht eine klinische Untersuchung aus. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall, MRT oder Röntgen werden vor allem dann eingesetzt, wenn die Schmerzen schon über einen längeren Zeitraum bestehen oder sich trotz Behandlung nicht bessern.
Nicht jeder Ellenbogenschmerz wird durch eine Sehnenentzündung verursacht. Ähnliche Symptome können auch durch eine Schleimbeutelentzündung (Bursitis), eine Nervenreizung (z. B. Ulnaris-Syndrom) oder eine Arthrose im Ellenbogengelenk entstehen. Deshalb ist es wichtig, die genaue Ursache der Beschwerden abzuklären, um eine gezielte Behandlung einzuleiten.
Wer nur gelegentlich leichte Beschwerden hat, kann zunächst auf Schonung und sanfte Dehnübungen setzen. Treten die Schmerzen jedoch über mehrere Wochen hinweg auf, verstärken sie sich oder schränken alltägliche Bewegungen ein, sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen. Auch bei nächtlichen Schmerzen oder spürbarem Kraftverlust im Unterarm ist ein Arztbesuch ratsam.
Die Behandlung einer Sehnenentzündung im Ellenbogen richtet sich nach der Schwere der Beschwerden. In den meisten Fällen genügt eine konservative Therapie, um die Entzündung zu lindern und die Heilung zu fördern. Falls die Beschwerden jedoch über Monate bestehen bleiben oder immer wieder auftreten, können moderne Behandlungsmöglichkeiten erforderlich sein.
In den meisten Fällen reichen Schonung, gezielte Übungen und entzündungshemmende Maßnahmen aus, um die Beschwerden in den Griff zu bekommen.
Gezielte Dehn- und Kräftigungsübungen helfen, die Sehnen zu stabilisieren und Schmerzen langfristig zu reduzieren.
1️⃣Exzentrisches Training der Unterarmmuskulatur
2️⃣Unterarmdehnung
Falls konservative Maßnahmen nicht ausreichen, gibt es weitere Therapieoptionen:
Die Dauer der Heilung hängt vom Stadium der Entzündung ab.
Eine Sehnenentzündung im Ellenbogen lässt sich durch präventive Maßnahmen oft verhindern. Entscheidend sind eine kontrollierte Belastung, gezieltes Training und eine saubere Technik – sowohl im Alltag als auch beim Sport.
Ein häufiger Fehler ist eine plötzliche Steigerung der Belastung ohne ausreichende Vorbereitung. Wer nach einer längeren Pause direkt mit intensivem Training oder schwerer körperlicher Arbeit beginnt, riskiert eine Überlastung der Sehnen. Neue Belastungen sollten daher schrittweise gesteigert und mit stabilisierendem Krafttraining kombiniert werden.
Besonders in Sportarten wie Tennis, Golf oder Gewichtheben können falsche Bewegungsmuster zu einer Überlastung führen. Eine unsaubere Technik belastet die Sehnenansätze unnötig und kann Entzündungen fördern. Daher ist es wichtig, auf eine korrekte Bewegungsausführung zu achten und sich gegebenenfalls von einem Trainer beraten zu lassen.
Eine gut trainierte Unterarm- und Handmuskulatur entlastet die Sehnenansätze im Ellenbogen. Kräftigungsübungen für die Hand- und Unterarmmuskulatur helfen, die Belastung gleichmäßiger zu verteilen. Ergänzend sind Dehnübungen sinnvoll, um übermäßige Spannung in den Sehnen zu reduzieren und die Flexibilität zu erhalten.
Bei hoher Beanspruchung können Bandagen oder spezielle Orthesen den Ellenbogen stabilisieren und unterstützen. Dies ist besonders für Sportler oder Personen mit beruflicher Dauerbelastung sinnvoll. Wer frühzeitig auf Warnsignale wie erste Schmerzen oder Verspannungen reagiert, kann eine langwierige Sehnenentzündung oft verhindern.
Die Heilungsdauer einer Sehnenentzündung im Ellenbogen hängt von mehreren Faktoren ab: Wie stark ist die Entzündung? Wie konsequent wird die Behandlung durchgeführt? Gibt es bereits chronische Schäden an der Sehne? Während akute Beschwerden oft innerhalb weniger Wochen abklingen, kann eine chronische Sehnenreizung mehrere Monate in Anspruch nehmen.
Eine akute Sehnenentzündung entsteht meist durch eine einmalige Überlastung oder ein ungewohntes Training. In diesen Fällen kann sich das Gewebe relativ schnell regenerieren, wenn die Belastung reduziert und die richtige Therapie eingeleitet wird. In der Regel dauert die Heilung vier bis sechs Wochen.
Anders sieht es bei einer chronischen Sehnenentzündung aus. Hier ist das Sehnengewebe bereits strukturell verändert, und der Heilungsprozess verläuft langsamer. Betroffene haben oft über Monate hinweg Beschwerden, die sich nur mit gezielter Therapie bessern. In schweren Fällen kann die Regeneration bis zu sechs Monate oder länger dauern.
Die Dauer der Heilung kann individuell stark variieren. Folgende Faktoren spielen eine entscheidende Rolle:
Viele Patienten fragen sich, ob sie wieder mit Sport oder Belastungen beginnen können. Ein gutes Zeichen für die Heilung ist eine spürbare Schmerzreduktion im Alltag. Wer wieder greifen, drehen oder drücken kann, ohne dass der Ellenbogen schmerzt, befindet sich auf einem guten Weg. Wichtig ist jedoch, die Belastung nur schrittweise zu steigern, um Rückfälle zu vermeiden.
Eine Sehnenentzündung im Ellenbogen kann unangenehm und langwierig sein – doch mit der richtigen Behandlung lässt sich der Heilungsprozess gezielt steuern. Wer frühzeitig auf erste Beschwerden reagiert, kann eine chronische Sehnenreizung vermeiden und schneller wieder schmerzfrei den Alltag bewältigen.
Wenn die Schmerzen im Ellenbogen bereits länger bestehen oder konservative Maßnahmen keine ausreichende Besserung bringen, ist es sinnvoll, sich von einem Spezialisten für Ellenbogenerkrankungen beraten zu lassen. In der Privatpraxis Dabbagh bieten wir individuell abgestimmte Therapieansätze.
👉 Jetzt einen Termin vereinbaren und schmerzfrei in den Alltag zurückkehren
!